Häufig gestellte Fragen

Sie möchten mehr erfahren über das Projekt „Neue Berliner Luft“ oder haben Fragen wie aus der Laterne vor Ihrer Tür ein Ladepunkt werden kann? Viele Antworten auf Ihre Fragen haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Allgemein

Fragen rund um das Projekt "Neue Berliner Luft"

Wer verbirgt sich hinter dem Projekt?

Initiiert wurde das Projekt vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen des „Sofortprogramms Saubere Luft 2017-2020“. Für Berlin hat ein Projektkonsortium aus Politik, Wirtschaft und Forschung erfolgreich eine Projektskizze eingereicht. Partner sind hier:

  • Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz Berlin
  • ubitricity Gesellschaft für verteilte Energiesysteme mbH
  • GASAG Solution Plus GmbH
  • Hubject GmbH
  • DAI-Labor
  • Reiner-Lemoine-Institut

Wieso gibt es das Projekt „Neue Berliner Luft“?

Das Projekt „Neue Berliner Luft“ basiert auf dem Förderaufruf des Bundesministeriums für Energie und Wirtschaft „Sofortprogramm Saubere Luft 2017-2020“. Die 90 Kommunen mit den schlechtesten NOx-Werten waren im Zuge dessen aufgerufen, Projekte zu entwickeln, die gezielt Elektromobilität fördern. Das Programm erhielt großen Zuspruch und die Erfolg versprechendsten Projekte wurden ausgewählt. Auch Berlin ist mit einem Projekt dabei – neben der begleitenden Forschung sollen nun zeitnah bis zu 600 Ladepunkte in Immobilien sowie bis zu 1.000 weitere Ladepunkte im öffentlichen Raum ermöglicht werden.

Wann geht es los mit dem Projekt?

Die Ladepunkte werden in zwei Chargen aufgebaut, mit den ersten 500 wird schon im Herbst 2019 begonnen. Wenn Sie informiert bleiben möchten, wann und wo die Ladepunkte geplant werden und wann sie in Betrieb gehen, empfehlen wir Ihnen, den Newsletter zu abonnieren und / oder dem Projekt auf den Social-Media-Plattformen zu folgen.

Warum werden die ersten Ladepunkte in Marzahn-Hellersdorf und Steglitz-Zehlendorf errichtet?

Das Projekt sieht im ersten Schritt zwei Pilotbezirke vor. Diese auszuwählen, lag in der Verantwortung des Berliner Senats. Wichtig war hierbei allerdings, dass die beiden Bezirke außerhalb des S-Bahn-Rings liegen – schließlich ist das Anwohnerparken ebenso zentraler Bestandteil des Projekts wie die Ergänzung zum Berliner Modell.

Obwohl inzwischen auch mit weiteren Bezirken Gespräche geführt werden, kann man ergänzen, dass sowohl Marzahn-Hellersdorf als auch Steglitz-Zehlendorf sich von Beginn an für das Projekt interessiert haben und sich aktiv dafür eigesetzt haben, in ihrem Kiez für „Neue Berliner Luft“ zu sorgen.

Mitmachen

Fragen rund um die aktive Partizipation

Wer sind die Mobilstromanbieter und wie sehen die Tarife aus?

Sowohl die Mobilstromanbieter, die im Rahmen des Projekts zur Verfügung stehen, als auch die Details zu den Tarifen werden in Kürze auf dieser Seite bekannt gegeben.

Wo werden die Ladepunkte hinkommen?

Über die konkreten Standorte werden wir Sie hier auf dieser Seite auf dem Laufenden halten, oder auch in unserem Newsletter. Im ersten Schritt werden die Ladepunkte in den beiden Bezirken Marzahn-Hellersdorf und Steglitz-Zehlendorf installiert.

Wo bekomme ich ein intelligentes Ladekabel?

In Kürze können Sie sich auf dieser Website für die Teilnahme bewerben. Hierfür gilt es, einige wenige Fragen zu beantworten. Dadurch soll nachgewiesen werden, dass Sie ein konkretes Ladebedürfnis haben. Wenn Sie auf dem Laufenden gehalten werden möchten, wann die Bewerbungsphase beginnt, melden Sie sich einfach zu dem Newsletter dieser Seite an – wir halten Sie dann gerne informiert. Die Teilnahmebedingungen können Sie indes bereits jetzt einsehen.

Das Laden an Laternen

Fragen rund um die Technik

Ist das Berliner Stromnetz denn für so viele E-Autos gewappnet?

Dr. Erik Landeck, Mitglied der Geschäftsführung bei Stromnetz Berlin, sagte unlängst, das Berliner Stromnetz sei gut vorbereitet. Bis zu 250.000 E-Autos seien keinerlei Herausforderung. Zumal das langsame Aufladen an Laternen dem Netz auch entgegenkommt.

Dennoch, Expertise und Erfahrung ist alles: Jeder einzelne Standort wird vorab geprüft.

Wie finde ich denn später die neuen Ladepunkte?

Natürlich werden wir hier auf dieser Seite darüber informieren, wo genau die neuen Ladepunkte zu finden sein werden. Darüber hinaus werden die Ladepunkte in den entsprechenden Apps angezeigt. Ansonsten sind die Ladepunkte lediglich an dem kleinen blauen LED-Licht an der Laterne zu erkennen. Übrigens: An die 30 Laternen-Ladepunkte gibt es bereits in Berlin.

Welche Laternen sind überhaupt geeignet?

Grundsätzlich kann in fast jeder Laterne ein Ladepunkt installiert werden, die ans Stromnetz angeschlossen ist – bei den berühmten Berliner Gaslaternen wird dies natürlich schwierig. Im Zuge der Umstellung auf LED können aber auch diese mit berücksichtig werden.

Allerdings müssen weitere Auflagen beachtet werden: Zum Beispiel dürfen Fahrrad- oder Gehwege nicht zwischen Laterne und Fahrzeug liegen, da das Kabel sonst zur Stolperfalle werden kann. Aber das wird in der Planung ebenso mitberücksichtigt wie die Anschlusssituation der Laterne.

Insgesamt gibt es aber ca. 224.000 Straßenleuchten in Berlin – und davon sind mehr als ausreichend sofort geeignet, ohne weitere Maßnahmen ergreifen zu müssen.

Kann ich mit meinem Standard-Kabel an den Laternen laden?

Diese Frage lässt sich einfach beantworten: ja und nein!

Die ersten 500 Ladepunkte werden ausschließlich mit dem intelligenten Ladekabel zu nutzen sein. Das bedeutet aber nicht, dass man sich nun ein weiteres Kabel kaufen muss – wer im Rahmen des Projekts am Laternenladen interessiert ist, kann sich für eines der kostenfreien Kabel bewerben.

Das Projekt „Neue Berliner Luft“ selbst sieht jedoch in einem zweiten Schritt vor, dass für die zweite Hälfte der Laternen eine Lösung entwickelt wird, die auch das Laden mit Standard-Kabeln vorsieht. Also heißt es entweder warten, oder sich um eines der intelligenten Ladekabel bewerben. Wann es hier losgeht, erfahren Sie auf dieser Seite – oder Sie melden sich einfach zu unserem Newsletter an.

Ist so ein Laternenladepunkt so viel günstiger?

Die Installation eines Laternenladepunkts muss immer individuell betrachtet werden. Insgesamt sind die Laternen in Berlin technisch hervorragend für diese Zweitnutzung angeschlossen. Die Technik von ubitricity würde es ermöglichen, mit einem einfachen Mastklappentausch in unter einer Stunde aus einer Laterne einen Ladepunkt zu machen – so wird es von ubitricity auch in London umgesetzt. Das schont Ressourcen, vermeidet aufwändige Erdarbeiten, ist schnell umsetzbar und Eingriffe in das Stadtbild durch zusätzliche Stadtmöbel sind nicht nötig.

Weil jedoch an einigen Orten in den Bezirken laut Plan für die kommenden Monate sowieso Laternen hätten ausgetauscht werden sollen, werden in diesem Zuge die Ladepunkte mit realisiert.

Wie schnell kann ich an den Laternen laden?

Die LSV II sieht vor, dass an Laternen mit maximal 3,7 kW geladen wird.

Ist das nicht etwas wenig? Nein, ist es nicht. Die Laternenladepunkte richten sich vor allem an Anwohner oder Pendler, die ihr Auto für einen längeren Zeitraum parken. Wenn man am Abend nach Hause kommt, lädt, und am nächsten Morgen wieder losfährt, ist in der Regel das Fahrzeug wieder voll geladen. Das ist günstig, einfach und darüber hinaus batterieschonend.

Dauert das nicht sehr lange? Laden ist nicht Tanken – wenn es nicht um das schnelle Aufladen zwischendurch geht, ist es nicht nötig, währenddessen neben dem Fahrzeug zu warten. Vielmehr steht hier der Bequemlichkeitsgedanke im Vordergrund. Einfach Laden, wo man sowieso parkt. Und das günstig, einfach und darüber hinaus batterieschonend.

Kann ich mit dem Kabel auch an anderen Ladepunkten laden?

Ja, das sogenannte SmartCable verfügt über einen Typ-2-Stecker. So können Sie mit diesem Kabel auch an Ladepunkten anderer Anbieter laden – dann jedoch zu den Konditionen des jeweiligen Anbieters. Sie müssen also nicht zwei Kabel im Kofferraum dabeihaben.

Was kostet so ein intelligentes Kabel?

Im Regelfall sind die Kosten für das Kabel Bestandteil des Mobilstromvertrags des Energieanbieters Ihrer Wahl und können entsprechend variieren.

Für das Projekt „Neue Berliner Luft“ sind aber 700 Kabel mit im Förderprogramm enthalten. Das bedeutet, dass Interessenten sich auf dieser Seite für eines dieser Kabel bewerben können. Anhand festgelegter Kriterien werden dann die Testpersonen ausgewählt, die ein Kabel kostenfrei erhalten. Werden Sie ausgewählt, bezahlen Sie über einen von Ihnen geschlossenen Mobilstromvertrag bei einem Anbieter Ihrer Wahl über den Projektzeitraum lediglich die Kosten für das Laden Ihres Fahrzeugs.

Weitere Details können Sie in den Teilnahmebedingungen nachlesen.

Möchten Sie informiert werden, wenn die Bewerbungsphase für die Kabel beginnt? Dann empfehlen wir Ihnen, sich für den Newsletter anzumelden. Dort werden wir Sie über alle wichtigen Meilensteine im Projekt informieren.

Warum brauche ich ein besonderes Kabel für das Laden an Laternen?

Wer elektrisch fahren will, braucht Ladeinfrastruktur. Und am liebsten würde man eigentlich dort laden, wo das Fahrzeug sowieso länger parkt. In der Regel ist das dann zu Hause oder am Arbeitsplatz. Viele Orte, und dazu zählen oft Wohngebiete, sind für Anbieter von Ladepunkten jedoch nicht attraktiv – im Allgemeinen sind Ladepunkte nämlich auslastungsabhängig. Daher lohnt es sich vor allem dort Ladepunkte zu schaffen, wo mindestens 7 bis 8 E-Fahrzeuge am Tag laden.

Um das zu ändern, wurde Ladeinfrastruktur von ubitricity neu gedacht: Der Ladepunkt selbst ist technisch sehr einfach gehalten. So können im Ergebnis einfach, schnell und günstig Ladepunke geschaffen werden. Und weil sie so klein sind, können sie dann auch in bereits vorhandene Statdmöbel eingebaut werden, wie eben Laternen. Wer dann vor seiner Haustür laden möchte, bringt jetzt einen Teil der Technik im intelligenten Ladekabel einfach mit. Und hier liegt der Vorteil wieder beim Anwohner: Nicht nur, dass jetzt Ladeinfrastruktur an Orten entsteht, an denen man sonst lange auf Infrastruktur hätte warten müssen. Er kann sich mit dem Kabel auch noch seinen Energievertrag selbst aussuchen und hier stets zu diesen Konditionen laden.

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